Donnerstag – Wegmarke – Wir sind unterwegs

Denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen 2. Korinther 5,7

Wenn Sie beten wollen, bitten Sie heute um:

die Gemeinde Gottes, die Boten des Evangeliums in der Welt, alle, die um des Evangeliums willen verfolgt werden oder gefangen sind, die Brüder und Schwestern in anderen Kirchen, die Einheit der Christenheit. Evangelisches Gesangbuch

Gebet eines Strafgefangenen nach Worten einer Äbtissin:

„Herr, lass mich eine Stunde ohne mich sein. Ohne Wünsche und Sorgen, ohne Ehrgeiz und Pläne, ohne Worte und Gedanken, ohne Müssen und Wollen! Breite in mir eine Stille aus, dass dein Heiliger Geist Raum finden und mich führen kann, wohin du mich führen willst. Amen.”

Meditation

Wir sind unterwegs. Schon sind wir dem Sonntagsgrund unserer christlichen Existenz entwachsen, aber noch hat sich das Antlitz unserer Welt nicht in Gottes Glanz verwandelt. Wir haben hier keine bleibende Statt (Hebräer 13,14). Aber wir haben alle Möglichkeiten, uns zu entwickeln und zu entfalten. Unsere Zeit steht in Gottes Händen (Psalm 31,16). Und seine Zeit ist auf unserer Seite. Er lässt uns „richtig ticken“, er ist der Zeiger auf unserer Lebensuhr. Wir können entfalten, was wir glauben und entwickeln, was uns im Leben so verwickelt und verworren vorkommt. Gott ist ein großer Ent-Wickler all der gordischen Knoten, die uns das Leben so bereitet. Und er ver-wickelt mich immer wieder in seine Geschichten. Wenn ich blind für seine wunderbaren Zeichen bin, schickt er mir Menschen, die mir die Augen öffnen. Auch wenn ich – kreuzkrummlahm von den Beschwernissen des Alltags – keinen Schritt mehr vor den anderen setzen will, schenkt Gott mir Mut zum Weitergehen. So trifft mich mein Ziel, mein Ausgangspunkt, meine Mitte unterwegs immer wieder und richtet meine Schritte auf „den Weg des Friedens“ (Lukas 1,79).